Predigt zum Mitarbeitergottesdienst (7. Mai 2025)
Shownotes
Predigt des Apostolischen Administrators Josef Grünwidl zum Mitarbeitergottesdienst, am 7. Mai 2025.
Transkript anzeigen
00:00:00: Liebe Schwestern und Brüder, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wer wird barbst werden?
00:00:07: Was muss er können?
00:00:09: Welchen Kurs wird der neue barbst verfolgen?
00:00:12: Das sind Fragen, die jetzt überall gestellt werden und die viele Menschen beschäftigen.
00:00:17: Ich finde in den Schriftexten des heutigen Tages dazu ein paar Impulse und Hinweise.
00:00:24: Ich beginne bei dir, Kon Steffanus, unserem Diözesanpatron, von dem in der Lesung die Rede war.
00:00:31: Stefan uns wird in der Postelgeschichte in leuchtenden Farben geschildert, als ein Mann voll Glauben und Gnade in der Kraft des Heiligen Geistes.
00:00:43: Dieser Diakon hat sich um Arme und Notleidende, um die Witwen und Weisen gekümmert und gleichzeitig auch begeisternd und überzeugend die Botschaft von Jesus dem Auferstandenen verkündet.
00:00:58: Ich wünsche mir einen Papst, der das lebt, was zu seinen Ehrentiteln gehört.
00:01:05: Bebste bezeichnen sich ja als Diener der Diener Christi.
00:01:11: Der Papst ist ein Diener der Diener Christi.
00:01:15: Wie Dirk und Stefano sich den armen und Notleidenden zugewendet hat, so möge auch der neue Papst den Menschen dienen, die am Rand stehen, die gern und oft übersehen werden, die keine Stimme haben.
00:01:30: Und zugleich möge der Papst auch ein Mann des Evangeliums sein, der wie Stephanus charismatisch auftritt und die Botschaft von Christus so verkündet, dass sie neue Hoffnung schöpfen, die Menschen, die Trost und Hoffnung notwendig brauchen.
00:01:50: Im Blick auf den heiligen Stephanus finde ich noch einen zweiten Hinweis.
00:01:56: Nach der Steinigung des Stephanus, wir haben es heute gehört, brach eine große Verfolgung über die junge Kirche in Jerusalem herein.
00:02:05: So gelangte die Botschaft von Christus durch die Gläubigen, die zerstreut wurden, bis nach Judea und Samarien und dann später durch einen gewissen Saulus, der zum Paulus geworden ist.
00:02:20: bis an die Grenzen der Erde.
00:02:22: Die Apostelgeschichte deutet also die Steinigung des Stephanus und die ausgebrochene Christenverfolgung im Licht der Heilsgeschichte und sagt Gott selber sorgt dafür, dass die Botschaft des Evangeliums nicht verstummt.
00:02:40: Was für uns nach Katastrophe aussieht, sogar ein Materium, eine Christenverfolgung, das kann zum Segen.
00:02:49: für die Kirche werden.
00:02:51: Und wo wir den Eindruck haben, aus und vorbei kann Gott seiner Kirche ein Osterwunderschenken, neuen Aufbruch und neues Wachstum.
00:03:04: Ich wünsche mir einen österlichen Papst, der diese Hoffnung von Ostern, die Hoffnung von der Auferstehung in die Welt trägt, der mitten im Krieg zum Frieden ermutigt, der Zerstrittene und verfeindete Menschen zur Versöhnung einlädt und der trotz aller humanitären Katastrophen nicht aufhört, an das Gute im Menschen zu glauben und in seinem Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde nicht müde wird.
00:03:36: Ein österlicher Barbst, unabhängig von welchem Land aus welchem Kontinent erkommen wird, der sollte auch uns, die Kirche in Europa, nicht nur unter negativen Vorzeichen, nicht nur als Problemsehen, denn gerade wir in unserer herausfordernden Situation brauchenwortete Ermutigung, brauchen eine Vision gegen die Resignation und Impulse, die uns Mut machen und neues Wachstum ermöglichen.
00:04:10: Der neue Barbstahl, so ein Diakon wie Stefanus, ein Diener der Diener Christi, ein österlicher Hoffnungszeuge des Evangeliums und schließlich auch ein Mann mit offenen Armen.
00:04:25: Das zeigt mir das Evangelium und das Jesus-Wort, das wir eben gehört haben.
00:04:31: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.
00:04:35: Kein Mensch soll zu Grunde gehen.
00:04:38: Das ist der Wille meines Vaters im Himmel, hat Jesus gesagt.
00:04:44: Liebe Schwestern und Brüder, ich finde es beeindruckend, in welcher Form die ganze Welt am Tod von Papst Franziskus Anteil genommen hat und wie groß auch jetzt das Interesse an der Papstwahl in Rom ist.
00:04:58: Für mich kommt da eine Sehnsucht der Menschen zum Ausdruck.
00:05:03: Dringender und notwendiger denn je braucht nicht nur unsere Kirche, sondern braucht die ganze Welt.
00:05:11: einen Mann, einen Papst, einen Menschen, der alle im Blick hat, der für unsere zerrissene Welt ein Garant für Frieden und Einheit, für Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ist.
00:05:27: Beten wir um einen Papst, der den Menschen mit offenen, weit ausgebreiteten Armen entgegenkommt, der keinen abweist, verurteilt oder ausschließt.
00:05:41: sondern der sich nach dem Wort Jesu richtet, ich will, dass kein Mensch zugrunde geht.
00:05:50: Und zuletzt auch ein Wort an euch, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
00:05:56: In den vergangenen Tagen habe ich mehrmals gehört, jetzt ist auch noch der Barbst gestorben.
00:06:02: Jetzt haben wir keinen Barbst und keinen Erzbischof, jetzt können wir im Hochgebet für überhaupt niemand mehr beten.
00:06:09: Das hat mich ein wenig nachdenklich gemacht.
00:06:12: Eingangs habe ich es schon gesagt.
00:06:15: Sehen wir die Kirche wirklich noch vom Barbst und vom Bischof aus herunter?
00:06:21: Das ist nicht mein Kirchenbild.
00:06:24: Ich sehe die Kirche von Christus her und von der Taufe.
00:06:29: als wandern des Pilgern des Gottesvolk.
00:06:33: Natürlich gibt es in dieser Gemeinschaft dann auch einzelne, die besondere Aufgaben und Verantwortung übernehmen müssen, als Papst, als Bischof, Priester, Diakon, Pastoralassistentin, Hauptamtliche, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber die sind nicht selbst weg.
00:06:51: sondern sie dienen dem Leben der Gemeinschaft.
00:06:54: Und ich bin überzeugt zu sehen, auch wir, unserem Steffansplatz mit den vielen Ämtern und Dienststellen und Büros, wir sind nicht für uns selber da, wir sind nicht das Herz der Ärztürzöse, sondern wir dienen dem Leben in den Pfarmen und in den kirchlichen Gemeinschaften.
00:07:15: Auch wenn wir die Namen des Papstes und des Erzbischofs bei uns zurzeit nicht im Hochgebet nennen können, es gibt Gründe genug, für die Kirche zu beten und auch zu danken.
00:07:28: Und das ist mir heute auch ein Herzensanliegen.
00:07:32: Dass wir in der Zeit der See des Vakans eigentlich ganz gut miteinander auf dem Weg sind, das ermöglicht ihr alle.
00:07:41: und auch die vielen, vielen Frauen und Männer, die Jugendlichen und die Kinder in unserem Pfarrgemeinden, die mit tun und mithelfen und Verantwortung übernehmen.
00:07:52: Die Kirche in unserer Ärztjertsöße und auch die Kirche in unserem Land ist besser als ihr Ruf.
00:08:01: Da bin ich mir sicher.
00:08:04: Liebe Schwestern und Brüder, wenn sich beim Konklave in Rom der heilige Geist durchsetzt, Das hoffen wir und dafür beten wir, dann wird der neue Papst ein diakonaler Mensch sein, ein Diener der Diener Christi.
00:08:22: Er wird ein österlicher Hoffnungsbote sein und zugleich auch ein Pontifex Maximus, ein unermüdlicher Brückenbauer, der mit weit ausgebreiteten Armen für alle Menschen betet, auf sie zugeht, eine Hoffnungsgestalt.
00:08:41: für unsere Welt.
00:08:43: Und was wir da vom neuen Papst erwarten und uns erhoffen, das hat auch mit uns und mit unserer Berufung durch die Taufe zu tun, einander dienen, österlich leben und brücken bauen, dialogfähig und versöhnungsbereit sein.
00:09:03: Dass wir in diesen Tagen darum beten, der heilige Geist möge sich beim Konklave durchsetzen, Das ist gut und wichtig.
00:09:13: Ich frage mich aber auch, was könnte nicht alles geschehen, wenn sich der Heilige Geist in unserem Leben durchsetzt?
Neuer Kommentar